Aufnahme aus der Luft über grüne Wiesen und Felder des Ammerlands

Gemeindesteckbriefe

Bei den Gemeindesteckbriefen betrachten wir die Landschaftseinheiten der Gemeinden. Die natürlichen Voraussetzungen der Landschaftseinheiten sind für ihre Kultivierung von Bedeutung. So entstehen Eschsiedlungen im Raum der Geest und Fehnsiedlungen im Raum der Moore. Unter den Themen werden einzelne Landschaftselemente oder besondere Fragestellungen zur Kulturlandschaft beleuchtet. Die Themen stammen aus der Feder der Ammerländer Bürger:innen. Sie sind herzlich eingeladen, einen eigenen Beitrag zu verfassen. Auf der Steckbriefseite finden Sie außerdem die Karte mit den bereits in Ihrer Gemeinde erfassten Kulturlandschaftselementen.

Die Landschaftseinheiten

Das Ammerland zählt naturräumlich zur Ostfriesisch-Oldenburgischen Geest. Die Parallelrippenstruktur erweitert sich über die Landkreisgrenzen nach Norden in den ostfriesischen Raum. Die Einteilung der Naturräume wurde in den 1950iger Jahren von Sofie Meisel auf Basis von geologischen und natürlichen Eigenschaften vorgenommen. Sie gelten bis heute. Der Landkreis Ammerland unterteilt sich in weitere Landschaftseinheiten:

  • Geest: Ammerland, Godensholter Land, Aper Geestrand, Ofener Geest, Wiefelsteder Geestplatte, Rasteder Geestrand, Evestener Geestinsel, Edewechter Geest
  • Moor: Nordloher Moor, Fintlandsmoor, Vehnermoor, Wildenlohsmoor, Lengener Moor, Delfshausen-Ipwegermoor, Wapel-Jürdener Moorgeest
  • Niederungen: Wapel-Niederung, Jümmeniederung

Die Naturräume des Landkreises Ammerland unterteilt in Landschaftseinheiten. 01 = Wapel Niederung, 02 = Godensholter Land, 03 = Nordloher Moor, 04 = Fintlandsmoor, 05 = Vehnemoor, 06 = Wildenlohsmoor, 07 = Lengener Moor, 08 = Aper Geestrand, 09 = Ammerland, 10 = Ofener Geest, 11 = Wapel-Jührdener Moorgeest, 12 = Wiefelsteder Geestplatte, 13 = Rasteder Geestrand, 14 = Everstener Geestinsel, 15 = Edewechter Geest, 16 = Delfhausen-Ipwegermoor, 17 = Jümmerniederung (Quelle: Landkreis Ammerland).

Die Hauptlandschaftstypen des Ammerlandes

Jede Gemeinde des Ammerlandes weist spezifische, landschaftliche Besonderheiten auf. Der Wechsel aus Geest, Moor und im kleineren Rahmen der Marsch bot unterschiedliche Möglichkeiten der Landschaftsgestaltung. Die Besonderheiten der Kulturlandschaften der Ammerländer Gemeinde beruhen auf den naturräumlichen Gegebenheiten. Geest und Moor sind die kennzeichnenden Hauptlandschaftstypen des Ammerlandes. Sie bestimmen die Geomorphologie des Kreises.

Im Herzen des Ammerlandes liegt die Parallelrippenstruktur, die in nordwest-südost Richtung gemäß der Schiebebewegung des Eisgletschers der Saale-Eiszeit entstanden ist. Das Gelände fällt vom Rasteder Geestrand im Nordosten nach Südwesten ab. Entsprechend entwässern die Auen der Parallelrinnen in das im südwestenliegende Aper Tief, das in die Jümme mündet. Die Auen der Rasteder Geest und (teilweise) der Wiefelsteder Geest entwässern nach Nordosten in die Jade. Die Moorflächen des Holozäns entstehen an den Rändern der Geestplatten und umschließen den Landkreis hufeisenförmig im Westen, Süden und Osten. In den Moorniederungen staut sich das Wasser von den Geestplatten. So entstehen auch Moore im Nordwesten von Wiefelstede entlang der Wasserscheide der Entwässerung nach Westen und Osten.

Turm aus Klinker der Eisenhütte in Apen

Apen

Kirchhof mit viel Grün und rechts hinten Kirchturm und Kirche aus rotem Backstein Adobe Stock, Sina Ettmer, Nr. 443413609

Bad Zwischenahn

Edewecht

Rastede

Westerstede

Wiefelstede